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Wie schaffe ich es, trotz Alltag regelmäßig zu schreiben?

Valeska Posted by Valeska in Journaling-Tipps 5 Min. Lesezeit

Wie schaffe ich es, trotz Alltag regelmäßig zu schreiben, mit dieser Frage habe ich mich seit 2024 sehr intensiv beschäftig. In diesem Artikel teile ich, meine besten Tipps für mehr Regelmäßigkeit beim Schreiben mit dir.

Pia Helfferich hat mich mit ihrer Blogparade: Schreiben trotz Alltag – deine besten Tricks gesucht, übrigens zu diesem Artikel inspiriert.

Finde eine oder mehrere zu dir passende Schreibroutinen

Routinen machen das Leben und Schreiben leichter, weil sie automatisch ablaufen. Mach das Schreiben zur Automation, wie das Zähneputzen. Schau dir deine täglichen Routinen an, und dann überlege, könntest du vielleicht eine dieser bestehenden Routinen mit dem regelmäßigen Schreiben kombinieren?

Vielleicht das Zähneputzen am Morgen oder Abend?

Ich z. B. schreibe am Abend nach dem Zähneputzen meine Abendseiten (meine Variante der Morgenseiten).

Meine allererste Schreibroutine war der achtsame Wochenrückblick. Den kann ich dir für den Anfang wirklich sehr empfehlen, denn diese Routine baut nicht zu viel Druck auf.

Der achtsame Wochenrückblick hat zwei Vorteile:

  • Du musst dich nur einmal die Woche an ihn erinnern
  • Und du schreibst immer sonntags, also an einem Wochentag, an dem du vermutlich generell mehr Ruhe hast.

Eine Anleitung für den achtsamen Wochenrückblick und den Link zu meinem Journal von Nanu-Nana findest du hier.

Richte dir einen (festen) Schreibplatz ein

Neben meinen Schreibroutinen hat mir ein fester Schreibplatz sehr dabei geholfen, regelmäßig zu schreiben.

Ich habe tatsächlich zwei Tische in meinem nicht besonders großen Arbeitszimmer.

Warum?

Ich habe meinen normalen Schreibtisch und dann noch einen Tisch wirklich nur fürs Journaling mit Blick in den Garten.

Welcher Platz würde sich bei dir zuhause perfekt zum regelmäßigen Schreiben eignen?

Falls dir nicht direkt einer einfällt, male dir deinen perfekten Schreibort in Gedanken aus und dann schreib alles auf. Beschreibe ihn ganz genau, mit allen Details.

Bestimmt kannst du einen ähnlichen Ort bei dir zuhause einrichten. Und vergiss nicht, du kannst auch draußen schreiben, natürlich braucht man dafür bestenfalls gutes Wetter.

Ein schön eingerichteter Schreibplatz erinnert dich regelmäßig an das Schreiben, du musst nicht immer dort schreiben, aber du kannst.

Erhalte dir die Freude am Schreiben

Wenn du bis hierhergekommen bist, dann hast du schon einiges für mehr Freude und somit mehr Regelmäßigkeit beim Schreiben getan.

Wie du dir die Schreibfreude erhältst, kann ich dir gar nicht so genau sagen.

Das findest du am besten selbst Schritt für Schritt heraus.

  • Für manche ist es dieses eine Notizbuch, das sie immer dabeihaben.
  • Wieder andere brauchen mehrere Notizbücher und schreiben eher themenbezogen, führen also ein Notizbuch pro Thema.
  • Dann gibt es diejenigen, die besonders schönes Schreibzubehör erfreut. Schöne Stifte, Washi-Tape, Sticker, oder Textmarker.
  • Und wieder andere brauchen immer mal einen Neustart, auch wenn das Notizbuch noch nicht voll ist, wird einfach ein neues angefangen, einfach weil es sich gutanfühlt.

Habe ich noch was vergessen? Falls ja, schreibs in die Kommentare und teile es so mit der Schreibcommunity.

Warte nicht auf genug Zeit

Das Schreiben begann bei mir erst so richtig Wirkung zu zeigen, als ich meinen Opa pflegte und eigentlich gefühlt für nichts mehr Zeit hatte. Ich begann abends vor dem ins Bettgehen 5 Minuten zu schreiben und stellte mir dabei nur eine Frage: Wie geht es mir?

Wo kannst du im Alltag 5 Minuten fürs Schreiben finden?

  • Schreibe ein paar Zeilen, während das Wasser für deinen Tee aufkocht. Okay, eventuell sind das ein bisschen weniger als 5 Minuten. Es sind nur 2 bis 3, habe ich gerade recherchiert. 😃 Aber auch in 2 bis 3 Minuten kann man ein paar Sätze schreiben.
  • Und wenn du das Wasseraufkochen mit dem Teetrinken kombinierst, hast du definitiv ein paar Minuten mehr.
  • Oder du schreibst 5 Minuten bevor du ins Bett gehst, im Bett geht natürlich auch.
  • Du kannst auch 5 Minuten schreiben, bevor du mit der Arbeit beginnst, oder für 5 Minuten nachdem du deine Arbeit beendet hast.
  • Schreibe unterwegs, in der Bahn oder dem Bus.
  • Im Wartezimmer beim Arzt.

Zwinge dich nicht zum Schreiben

Du willst trotz Alltag regelmäßig schreiben und mit Freude dranbleiben, dann zwinge dich nicht zum Schreiben. Ein Tag, an dem du nicht schreibst, ist kein verlorener Tag.

Warum?

Schreiben unter Druck macht keinen Spaß, und wir wollen uns die Schreibfreude erhalten.

Unter Druck ist das Schreiben auch einfach nicht mehr so effektiv, und wenn du dich an einem Tag mal nicht nach Schreiben fühlst, dann lass es.

Die Freude kommt bestimmt zurück, wenn nicht am nächsten Tag, dann an dem darauf, oder in der nächsten Woche. Du wirst es irgendwann vermissen, weil du dir keinen Druck gemacht hast.

Habe immer ein Notizbuch dabei

Wenn du viel unterwegs bist, solltest du dir auf jeden Fall ein Notizbuch für die Tasche zulegen.

Für unterwegs kann ich dir auf jeden Fall Notizbücher mit Gummiband empfehlen. Am besten sind meiner Meinung nach die Traveler‘s Notebooks. Du musst dir auch nicht unbedingt ein originales Traveler’s Nootebook kaufen. Es gibt mittlerweile viele gute und günstige Alternativen.

Generell kann es auch zuhause Sinn machen, an verschiedenen Orten Notizbücher liegen zu haben. Vielleicht kommen dir gleich ein paar Ideen, wo. Schreib sie auf!

Lege jeglichen Perfektionismus ab

Wenn du trotz Alltag regelmäßig schreiben willst, dann solltest du auf jeden Fall jeglichen Perfektionismus ablegen. Das geht nicht von heut auf morgen, aber ich verspreche dir, mit etwas Übung kannst du es schaffen.

An manchen Tagen, wenn wir sehr gestresst sind, sieht unsere Handschrift vielleicht nicht so schön aus. Schreib auch dann. Es kostet Überwindung, aber du wirst merken, wie gut das Schreiben gerade an solchen Tagen tut.

Und wenn du deine Handschrift wirklich an einem Tag gar nicht ertragen kannst, dann schreibe am Handy, das ist besser als gar nicht zu schreiben.

Kaufe dir nicht unbedingt immer die schönsten Notizbücher. Ich weiß, es ist verlockend, aber ich schreibe gerade tatsächlich am unperfektesten in ein Journal mit sehr dünnen Seiten. Anfangs fand ich es schrecklich, aber dann habe ich einfach weitergeschrieben und jetzt liebe ich diese Leichtigkeit.

Fazit: Schreiben trotz Alltag ist möglich

Schreiben trotz Alltag ist möglich. Du musst gar nicht jeden Tag schreiben und es muss auch kein Druck entstehen. Schreibroutinen, ein fester Schreibort, schöne Schreibwaren und immer mal wieder ein neues Journal helfen dir dabei, dass du irgendwann ganz automatisch regelmäßig schreibst.